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Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Empirische Methoden Institut für Kommunikationswissenschaft Jena
Friedrich-Schiller-Universitaet Jena
Abschlussarbeiten

>>> Allgemeine Themenbereiche für Abschlussarbeiten

>>> Aktuell ausgeschriebene Themen für Bachelorarbeiten

>>> Aktuell ausgeschriebene Themen für Masterarbeiten

 

Hinweise vorab:

  • Die Themen sind in der Regel allgemein formuliert und bedürfen der Konkretisierung in Absprache mit der Betreuerin.
  • Sie sind prinzipiell für Bachelor- und Masterarbeiten geeignet. Bei Bachelorarbeiten wird dann ein engerer Zuschnitt des Themas gewählt und eine weniger komplexe Vorgehensweise verlangt.
  • Es können eigene Themen vorgeschlagen werden. Diese müssen aber von der Betreuerin auf ihre Umsetzbarkeit beurteilt werden.
  • Es können mehrere Arbeiten im gleichen Themengebiet angesiedelt werden, wenn sich die konkreten Fragestellungen ausreichend unterscheiden.
  • Wenn Sie empirische Fragestellungen wählen, sollten Sie sich vergewissern, dass Ihre Kenntnisse von Erhebungs- und Auswertungsmethoden dafür sicher ausreichen.
  • Bitte verschaffen Sie sich vor Ihrer Themenwahl einen gewissen Überblick über die Literatur und den bisherigen Forschungsstand zu einem oder mehreren Themen, die Sie interessieren. Nur so können Sie den Forschungsbedarf auch selbst einschätzen, kennen mögliche Potenziale und Schwierigkeiten und können bei der Konkretisierung der Fragestellung mitwirken.
  • Zu den folgenden allgemeinen Themenbereichen für Abschlussarbeiten sind jeweils unterschiedliche Perspektiven denkbar, auf die eine Abschlussarbeit fokussieren kann, z. B.:
    Einflussfaktoren - Dimensionen - Nutzung - Wirkungen - Theorien - Methoden - Befunde - Auswirkungen - Kritk.


Allgemeine Themenbereiche für Abschlussarbeiten:

 

1. Themenbereich: Politische Meinungsäußerung im Internet

z. B.: Diskussionsqualität, Meinungsklimata in Nutzerbeiträgen, Gruppendynamiken in Diskussionsbereichen


2. Themenbereich: Entstehung, Darstellung, Nutzung und Wirkung politischer Medieninhalte

z. B.: Medienwirkungen von Nutzerbeiträgen, Wahlkämpfe in traditionellen und/oder sozialen Medien, Rechtsextremismus in traditionellen und/oder sozialen Medien

 

3. Themenbereich: Nachrichtennutzung des Publikums im Internet

z. B.: Zugangsweisen, Selektrionskriterien/Einflussfaktoren, Selektionsverhalten

4. Themenbereich: Wahlkampfkommunikation

z. B.: Wahlkampfstrategien und Wahlberichterstattung, Wahlkämpfe und soziale Medien

 

5. Themenbereich: Methoden und Forschungsdesigns

z. B.: Vergleich von verschiedenen Indikatoren einzelner Konstrukte zur politischen Öffentlichkeit, Vergleich von Forschungsdesign zu Forschungsfragen politischer Öffentlichkeit, Vor- und Nachteile verschiedener Zeitspannen in Paneldesigns

 

Im Menü links finden Sie die bisher betreuten Abschlussarbeiten aus dem Bereich „Empirische Methoden der Kommunikationswissenschaft“ geordnet nach Bachelor-, Master- und Magisterarbeiten, sowie die abgeschlossenen Dissertationen.


Aktuell ausgeschriebene Themen für Bachelorarbeiten:

 

Bedingungen für Zustimmung und Widerspruch in Online-Diskussionen
Im Zusammenhang mit Online-Diskussionen besteht oft die Sorge, dass nur noch unter Gleichgesinnten kommuniziert wird. Gleichzeitig besteht große Sorge über feindliche Diskussionsklimata in Online-Diskussionen. Dass sowohl Formen der Zustimmung als auch des Widerspruchs oder gar des Konflikts online stattfinden, konnte die bisherige Forschung vielfach zeigen. Doch unter welchen Bedingungen treten die verschiedenen Kommunikationsformen auf und wie können sie erklärt werden? Welche Annahmen und Befunde lassen sich in der wissenschaftlichen Literatur dazu finden?

 

Normen in politischen Online-Diskussionen

In politischen Online-Diskussionen ist der Austausch zwischen den NutzerInnen mal mehr, mal weniger respektvoll und demokratieförderlich. Unabhängig vom Grad des respektvollen Umgangs miteinander werden Meinungen geäußert, die im besten Falle gut begründet werden und somit andere NutzerInnen überzeugen können. Zusammengefasst kann die Qualität von Nutzerdiskussionen stark zwischen den Plattformen, Diensten und Kontexten variieren. Dabei stellt sich u.a. die Frage, wie handlungsleitende Normen für den diskursiven Umgang in Online-Kontexten entstehen bzw. gesetzt und wie sie angewendet oder gar verändert werden. Zu einzelnen dieser Fragen können einerseits Theorien mit Normbezug auf den Gegenstand von Online-Diskussionen übertragen und empirisch prüfbare Hypothesen abgeleitet werden. Andererseits können methodische Ansätze und Operationalisierungsvarianten aus der bisherigen Forschung zusammengefasst werden, ein eigenes Untersuchungsinstrument entwickelt werden und/oder empirische Befunde im Bereich von Online-Diskussionen systematisiert und kritisch reflektiert werden.

 

Inzivilität
Nach deliberativem Demokratieverständnis wird Zivilität in Online-Diskussionen als Ideal des kommunikativen Austauschs angesehen. Inzivile Nutzerbeiträge gelten indes als Verletzung dieser Norm mit der Annahme negativer Wirkungen auf Rezipienten und die öffentliche Sphäre. Hierbei stellt sich einerseits die Frage nach den individuellen, sozialen, medialen, situativen und/oder nationalen Bedingungen von inzivilen bzw. devianten Kommunikationsformen im und/oder jenseits Internets. Andererseits stellt sich die Frage nach möglichen Folgen/Wirkungen von Inzivilität auf einzelne Individuen als auch die Öffentlichkeit. Zu einzelnen dieser Fragen können einerseits Theorien auf den kommunikationswissenschaftlichen Kontext angewendet und empirisch prüfbare Hypothesen abgeleitet werden. Andererseits können methodische Ansätze und Operationalisierungsvarianten aus der bisherigen Forschung zusammengefasst werden, ein eigenes Untersuchungsinstrument entwickelt werden und/oder empirische Befunde systematisiert und kritisch reflektiert werden.

 

Politische Toleranz
Politische Toleranz ist einer der wichtigsten Werte in Demokratien und meint, die politischen und ideologischen Ansichten von politischen Gegnern dulden bzw. ertragen zu können. Politische Toleranz ist normativ wünschenswert, um unterschiedliche Interessen und politische Lösungsvorschläge in demokratischen Gesellschaften aus verschiedenen Perspektiven zulassen und beurteilen zu können. Dabei stellt sich einerseits die Frage, welche individuellen, sozialen, medialen, situativen und/oder nationalen Bedingungen politische Toleranz fördern oder hemmen können und welchen Einfluss politische Toleranz auf politisch relevantes Wissen, Einstellungen, Emotionen und/oder Verhalten von Individuen und für die Öffentlichkeit haben kann. Zu einzelnen dieser Fragen können einerseits Theorien mit dem Kontext journalistischer Berichterstattung und Online-Diskussionen verknüpft und empirisch prüfbare Hypothesen abgeleitet werden. Andererseits können methodische Ansätze und Operationalisierungsvarianten aus der bisherigen Forschung zusammengefasst werden, ein eigenes Untersuchungsinstrument entwickelt werden und/oder empirische Befunde systematisiert und kritisch reflektiert werden.

 

Interaktion und Interaktivität in Online-Diskussionen
Die Begriffe Interaktion und Interaktivität werden in unterschiedlichen Zusammenhängen und Bedeutungen verwendet (siehe Neuberger, 2007). Zum einen wird zwischen dem Begriff der Mensch-Maschine-Interaktion und der Mensch-Mensch-Interaktion unterschieden. Erstere betrachtet die Anwendung und Anwendbarkeit von computergestützten Kommunikationsmitteln durch Menschen, während Zweitere wechselseitige Kommunikationsprozesse zwischen Menschen meint. Zum anderen bezieht kann der Begriff der Interaktivität auf unterschiedliche Referenzgrößen. So kann der kommunikative Prozess an sich als „interaktiv“ betrachtet werden, ebenso seine (Entstehungs-)Bedingungen, sein Ergebnis und auch die Teilnehmenden (Schweiger & Quiring, 2006; Weber, 2014). Die Arbeit stellt zunächst einen Vergleich der theoretischen Perspektiven und Dimensionen dieses Konstrukts an, die sich in der Literatur finden. Dann soll herausgearbeitet werden, wie Interaktivität in Studien zu Online-Diskussionen operationalisiert wird und welche Methoden dabei zum Einsatz kommen. Abschließend kann eine Bewertung vorgenommen werden, welche Perspektiven sich wie für Online-Diskussionen eignen

 

Medienkritik durch Nutzerkommentare – Theorie und Forschungsstand
Ein Großteil der Medienunternehmen bietet online Diskussionsräume an, in denen Leserinnen und Leser dazu eingeladen werden, ihre Meinung zu den gelesenen journalistischen Inhalten kundzutun. Neben der Teilnahme an der öffentlichen Debatte zu den dargestellten Themen bieten Kommentarspalten somit auch einen Raum, Kritik an der journalistischen Arbeit zu äußern – etwa an der Ausgewogenheit oder kritischen Ausrichtung der Berichterstattung – oder gar pauschale Medienschelten zu äußern.
Inwiefern bestehen in der Forschungsliteratur Ansätze dazu, Nutzerkommentare als Medienkritik zu konzeptualisieren und zu erklären? Welche theoretischen Ansätze können dazu Annahmen anbieten (z. B. Hostile Media Perception / Corrective Action Approach) und welche Qualitätskriterien lassen sich daraus ableiten, die von Nutzerinnen und Nutzern geäußert werden könnten?


Vergleiche von Offline- und Online-Kommunikation
Durch das Internet werden private wie öffentliche Diskussionen einem breiten Publikum zugänglich. Da eine Reihe gängiger Theorien der Kommunikationswissenschaft, die aus prä-digitalen Zeiten stammen, auch auf Online-Kontexte angewandt wird, bietet es sich an, Vergleiche zwischen Face-to-Face und computervermittelter Kommunikation anzustellen. Daher soll herausgearbeitet werden, für welche Gegenstände, Fragestellungen und theoretischen Ansätze solche Vergleiche bereits erstellt wurden und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich zwischen Offline- und Online-Bedingungen finden lassen. Welches Fazit lässt sich daraus über den Stand der Forschung zu computervermittelter Kommunikation ziehen?

 

Die Inszenierung von Privatheit durch PolitikerInnen in sozialen Medien - Theorie und Forschungsstand:

Christian Lindner sendet sonnige Grüße aus dem Ibiza Urlaub, Jens Spahn dokumentiert seinen Friseurbesuch und Cem Özdemir posiert mit einem Fanschal im Fußballstadion. Neben der Verbreitung politischer Botschaften nutzen PolitikerInnen soziale Medien auch um bewusst Einblicke in ihr Privatleben zu geben und sich als Privatmensch zu inszenieren. In einer Bachelorarbeit sollen Funktionen der Inszenierung von Privatsphäre durch PolitikerInnen theoretisch beschrieben und der Forschungsstand zu verschiedenen Strategien aufgearbeitet werden. Die Darstellung von Strategien anhand eines konkreten Fallbeispiels ist denkbar.   

 

Die Medienberichterstattung zum Privatleben von PolitikerInnen – Theorie und Forschungsstand:
Das öffentliche Bild von PolitikerInnen setzt sich aus der Selbstdarstellung von und der journalistischen Berichterstattung über PolitikerInnen zusammen. Ähnlich wie bei anderen Personen in der Öffentlichkeit ist auch bei PolitikerInnen das Privatleben bzw. die Inszenierung von Privatheit durch PolitikerInnen Gegenstand der Berichterstattung. In einer Bachelorarbeit soll erstens die gesellschaftliche bzw. politische Relevanz der Berichterstattung über das Privatleben von PolitikerInnen diskutiert werden. Zweitens erfolgt eine Aufarbeitung des aktuellen empirischen Forschungsstands der Medienberichterstattung zum Privatleben von PolitikerInnen.

 

Interaktionsanalysen im interdisziplinären Vergleich
Die Interaktionsanalyse ist ein methodisches Verfahren, das in verschiedenen (sozial- und geisteswissenschaftlichen) Fachdisziplinen Eingang gefunden hat. Dabei wird unter dem Begriff der Interaktion mitunter Unterschiedliches verstanden. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern dieses methodische Inventar der anderen Fachdisziplinen für die Analyse von Interaktionen in sozialen Medien nutzbar gemacht werden kann. Ziel der Bachelorarbeit könnte es sein, Kriterien für den Vergleich dieser methodischen Verfahren aus anderen Disziplinen (z.B. Bezeichnung als Interaktions-, Gesprächs- und/oder Konversationsanalyse in der Linguistik, in der Sozialpsychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft) zu entwickeln und anschließend kriteriengeleitet herauszuarbeiten, inwiefern Elemente fachdisziplinspezifischer Verfahren auf die Analyse von Interaktionen in sozialen Medien aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive angewendet werden können.

 

Aktuell ausgeschriebene Themen für Masterbeiten:

 

Medienkritik durch Nutzerkommentare – empirische Betrachtung
Ein Großteil der Medienunternehmen bietet online Diskussionsräume an, in denen Leserinnen und Leser dazu eingeladen werden, ihre Meinung zu den gelesenen journalistischen Inhalten kundzutun. Neben der Teilnahme an der öffentlichen Debatte zu den dargestellten Themen bieten Kommentarspalten somit auch einen Raum, Kritik an der journalistischen Arbeit zu äußern – etwa an der Ausgewogenheit oder kritischen Ausrichtung der Berichterstattung – oder gar pauschale Medienschelten zu äußern. In einer empirischen Arbeit können mithilfe einer Inhaltsanalyse bereits in der Forschungsliteratur bestehende Anforderungen an den Journalismus auf Erwähnung durch Leserinnen und Leser überprüft und weitere Dimensionen identifiziert werden. Zudem kann (ebenfalls inhaltsanalytisch oder mithilfe einer Befragung) herausgearbeitet werden, inwiefern Journalistinnen und Journalisten auf diese Kritik reagieren.


Strenge vs. großzügige Kriterien in der Inhaltsanalyse von Nutzerkommentaren
Bei der Inhaltsanalyse von Nutzerkommentaren ist man mit dem Problem konfrontiert, dass die zu untersuchende Sprache eher mündlicher Alltagssprache ähnelt als formalisierter, grammatikalisch korrekter Sprache. Oftmals ist es daher eine große Herausforderung, inhaltliche Kategorien mit zufriedenstellenden Reliabilitätswerten zu schulen. Dabei muss dazwischen abgewogen werden, harte sprachliche Marker zu definieren oder sich auf eine einheitliche inhaltliche Interpretation zu einigen. Zum Beispiel könnte man untersuchen, ob ein Nutzerkommentar begründet ist. Als hartes Kriterium könnte definiert werden, dass eine Kausalkonjunktion (z. Bsp. „weil“) vorhanden ist. Nutzer begründen jedoch auch Aussagen, ohne Konjunktionen zu verwenden, z. B.: Diese Frau ist doch voll blöd Wählt keine SPD und keine CDU Es wird sich nichts ändern in Deutschland arm bleibt arm Und müssen weiterhin Flaschen Sammeln Hier wird der Wahlaufruf „Wählt keine SPD und keine CDU!“ durch die Behauptung, dass sich dann nichts ändern wird, begründet.  Bei strengen Kriterien ist eine höhere Reliabilität, aber auch ein größerer Ausschluss von Fällen, die inhaltlich zutreffen, zu erwarten. Durch einen Vergleich unterschiedlich streng formulierter Kategorien könnte untersucht werden: Wie groß ist der Informationsverlust, wenn man harte Kriterien zugrunde legt?

 

Zuschreibung von Authentizität zu PolitikerInnen in der Medienberichterstattung
Von PolitikerInnen wird gefordert, dass sie authentisch sind (Donsbach & Jandura, 2003). Inwieweit PolitikerInnen durch JournalistInnen in Medieninhalten als authentisch beschrieben werden, ist bisher unklar. Die Masterarbeit hat das Ziel, die Verwendung des Authentizitätsbegriffs in Medieninhalten als Zuschreibung zu PolitikerInnen zu inhaltsanalytisch zu untersuchen. Wichtige noch offene Fragen in diesem Zusammenhang sind: In welchen (thematischen) Zusammenhängen verwenden JournalistInnen in der Darstellung von PolitikerInnen die Begriffe Authentizität bzw. authentisch? Welchen PolitikerInnen wird häufiger explizit Authentizität zugeschrieben? Gibt es Medienunterschiede in der Zuschreibung von Authentizität? Im Zusammenhang mit welchen Themen wird Authentizität zugeschrieben bzw. welche Gründe werden für die Zuschreibung genannt?

 

Eine Analyse von Strategien zur Inszenierung von Privatheit durch PolitikerInnen in sozialen Medien
Ob ein Selfie aus dem Urlaub oder ein Vlog aus der Privatwohnung – neben der Verbreitung von politischen Botschaften nutzen PolitikerInnen soziale Medien auch um bewusst Einblicke in ihr Privatleben zu geben und sich als Privatmensch zu inszenieren. In einer Mastarbeit können die verschiedene Strategien zur Inszenierung von Privatheit und ihre Funktionen theoretisch diskutiert und empirisch untersucht werden. Dabei interessiert u. a. in welche Bereiche des Privatlebens Einblicke gegeben werden, wie sich verschiedene PolitikerInnen in der Darstellung unterscheiden und/oder welche Wirkung verschiedene Strategien auf die Bewertung von PolitikerInnen durch RezipientInnen haben.

 

Analyse der Medienberichterstattung zum Privatleben von PolitikerInnen
Das öffentliche Bild von PolitikerInnen setzt sich aus der Selbstdarstellung von PolitikerInnen und der journalistischen Berichterstattung über PolitikerInnen zusammen. Ähnlich wie bei anderen Personen in der Öffentlichkeit ist auch bei PolitikerInnen das Privatleben bzw. die Inszenierung von Privatheit durch PolitikerInnen Gegenstand der Berichterstattung. In einer Masterarbeit soll die Berichterstattung zum Privatleben von PolitikerInnen bspw. nach unterschiedlichen Privatsphäre-Dimensionen inhaltsanalytisch untersucht werden.


Vergleich der Medienberichterstattung zu aktuellen politischen Ereignissen – Redaktionelle Linie überregionaler Tageszeitungen
Die Berichterstattung zu politischen Ereignissen wird häufig mit einem Sample aus überregionalen Tageszeitungen untersucht, um das politische Spektrum der Zeitungslandschaft abzudecken. Grundlage für die Auswahl ist dabei meist die grundsätzliche politische Tendenz der Zeitungen, die auch als redaktionelle Linie bezeichnet wird (Maurer & Reinemann, 2006). In einer Inhaltsanalyse der Berichterstattung zu aktuellen politischen Ereignissen (bspw. Chemnitz, Hambacher Forst, Hans-Georg Maaßen) soll untersucht werden, ob und inwieweit sich diese redaktionelle Linie tatsächlich auch in unterschiedlichen Positionen/Bewertungen, Argument oder der Auswahl von (zitierten) AkteurInnen etc. äußert.