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Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Empirische Methoden Institut für Kommunikationswissenschaft Jena
Friedrich-Schiller-Universitaet Jena
Marie Legrand, M.A.: Promotionsvorhaben

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legrand

Adresse:

Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena

Telefon:

+49 (0)3641 944943

Raum:

312, 3. Etage

Sprechstunde:

Mittwoch, 10:00-12:00 Uhr, nach vorheriger Anmeldung per E-Mail

E-Mail:

marie.legrand@uni-jena.de



 

 

Videoportale als Agenten politischer Mobilisierung.

Nutzung, Wahrnehmung und Funktionen von nutzergenerierten audiovisuellen Abrufangeboten im Internet (Arbeitstitel)

 

Die Dissertation beschäftigt sich mit Videoportalen als Agenten politischer Kommunikation. Im Zentrum stehen dabei die nutzergenerierten Angebotsformen auf Plattformen wie youtube, clipfish und myvideo, welche möglicherweise nutzungsindizierte Veränderungen im Bereich der politischen Kommunikation bewirken. Die zu untersuchende Fragestellung lautet daher: Wie verändern sich das Informationsverhalten und die politische Partizipation von Online-Nutzern durch die Rezeption von nutzergenerierten Angeboten auf Videoportalen im Internet, und wie hängt dies mit Veränderungen in den Kommunikationsstrategien politischer Akteure zusammen?

 

Das Dissertationsprojekt verfolgt das Ziel, den Strukturwandel der politischen Kommunikation vor dem Hintergrund der Diffusion von Videoportalen als einer alternativen medialen Quelle für die Bürgerschaft zu analysieren. In User-Generated Online Videos (UGOV) kristallisieren formelle und informelle Angebote zu politischer Kommunikation; damit bieten sich im Web 2.0 neue Potenziale für Bürger und politische Organisationen.

 

Die theoretische Basis gründet auf einem modifizierten dynamisch-transaktionalen Ansatz (DTA), dessen Inter-Transaktionen durch Agenda-Setting-Prozesse, die Intra-Transaktionen durch die Konzepte des Political Cynicism und des Agenda-Building, und die dynamische Komponente durch die Theorie sozialer Netzwerke modelliert werden. Der Beitrag des Projektes zur Theorieentwicklung besteht zunächst in der Formulierung eines ersten allgemeinen Modells für die Rezeption und Wirkung von Social-Web-Anwendungen im politischen Prozess, die als zentrales Moment der Mediatisierung politischer Kommunikation gelten (vgl. Gueorguieva, 2008; Milliken et al., 2008).Zum Einsatz kommt ein Mehrmethoden-Design aus Feldexperimenten und einer leitfadengestützten Befragung von Kommunikationsverantwortlichen politischer Organisationen.

 

Die Grundannahme lautet, dass die UGOV-spezifische Präsentationsform von Politik sowohl neue Wege der politischen Partizipation eröffnet als auch Rückwirkungen auf die strategische Kommunikationsplanung von politischen Organisationen wie Parteien oder NGOs zeitigt, womit sich der Prozess der politischen Mobilisierung neu konturiert.