DeutschEnglish
Homepage Institute Research Abgeschlossene Drittmittelprojekte
Abgeschlossene Drittmittelprojekte

There's no translation available for this item...


Verstehen fragiler und kontroverser wissenschaftlicher Evidenz in Medien- und Rezipientenframes am Beispiel von TV-Wissenschaftsmagazinen

 

Gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Beschreibung:

Ziel des Projektes ist es zu zeigen, wie Journalisten fragile und konfligierende wissenschaftliche Evidenz medial darstellen und wie Rezipienten diese verstehen. Am Beispiel der Molekularen Medizin und ähnlicher Themenbereiche wird analysiert, wie TV-Wissenschaftsmagazine Evidenz in unterschiedlichen Frames präsentieren und wie Rezipienten diese rekonstruieren bzw. interpretieren. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse lassen sich dann inhaltliche und formale Gestaltungsprinzipien ableiten, die die Vermittlung wissenschaftsbezogener Informationen optimieren können.

 

Projektleiter:

Prof. Dr. Georg Ruhrmann; Prof. Dr. Michaela Maier (Universität Koblenz-Landau)

 

Mitarbeiter:
Team Jena: Prof. Dr. Georg Ruhrmann; Dr. Jutta Milde; Lars Günther, M.A.
Team Landau: Prof. Dr. Michaela Maier; Dipl.-Psych. Joachim Marschall, Dipl.-Sozialwiss. Marion Rahnke

 


 

Bedrohung auf der (Medien-)Agenda - Krisenkommunikation im Nachrichtenprozess

 

Gefördert durch:
Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF)

Beschreibung:
In bestimmten Phasen internationaler Krisen betonen die Medien negativ ausgeprägte Nachrichtenfaktoren und -frames und akzentuieren so die politische Kommunikation. Der Handlungsdruck auf Entscheidungsträger und Kommunikatoren der Außen- und Sicherheitspolitik wächst. Die zentrale Forschungsfrage des Projekts ist, empirisch zu analysieren, wie Politik und Medien internationale Krisen beachten beziehungsweise mit Nachrichtenwert versehen und somit beeinflussen. Das Projekt kombiniert Inhaltsanalysen von Pressemitteilungen, Presse- und TV-Nachrichten mit Befragungen von Journalisten, politischen und militärischen Entscheidungsträgern sowie Rezipienten. Im Rahmen eines komplexen methodischen Designs lässt sich zeigen, wie aufgrund des dynamischen Wechselspiels zwischen politischen, militärischen und medialen Akteuren Nachrichten entstehen, die von Entscheidungsträgern der Außen- und Sicherheitspolitik als Risikofaktoren wahrgenommen werden – sie gelten als Auslöser von Krisen.

Projektleiter:
Prof. Dr. Georg Ruhrmann, Prof. Dr. Michaela Maier (Universität Koblenz-Landau)

Mitarbeiter:
Team Jena: Prof. Dr. Georg Ruhrmann, Dr. Arne Freya Zillich, Roland Göbbel, M.A.
Team Landau: Prof. Dr. Michaela Maier, Dipl.-Sozialwiss. Karin Stengel, Dipl.-Sozialwiss. Marion Rahnke

 



Mediennutzung als Zeitallokation

 

Gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Beschreibung:

Ziel des seit Mitte 2008 durch die DFG geförderten Grundlagenprojektes ist die Weiterentwicklung eines theoretischen Modells der Medienselektion, das die wichtigsten kurz- und langfristigen Einflussfaktoren auf die inter- und intramediäre Auswahl von Medienangeboten erfasst, sowie dessen empirisch-statistische Überprüfung im Rahmen eines Strukturgleichungsansatzes.

Theoretische Grundlage bildet die Übertragung der mikroökonomischen Konsumtheorie auf Entscheidungen über die Aufteilung eines begrenzten Zeitbudgets auf alternative Aktivitäten (Zeitallokation): Danach werden die individuellen Zeitverwendungsentscheidungen (endogene Variable „Medienselektion“) zum einen von langfristig relativ stabilen Vorlieben für einzelne Mediengattungen und –genres (exogene Variable „Medienpräferenz“) und zum anderen von kurzfristig veränderlichen Zeitrestriktionen (exogene Variable „Zeitverfügbarkeit“) beeinflusst.

Spezifikation und Schätzung des Modells sollen mithilfe der Datensätze der Media Analyse (MA) bzw. der Langzeitstudie Massenkommunikation (LM) für die Jahre 1995, 2000 und 2005, insbesondere der darin enthaltenen Zeitbudgetdaten, erfolgen. Die Parameterschätzungen des Strukturgleichungsmodells ermöglichen auch quantitative Aussagen zum Grad der Substitutions- bzw. Komplementärbeziehungen zwischen unterschiedlichen Mediengattungen bzw. –genres.

Projektleiter:

Prof. Dr. Wolfgang Seufert

 

Mitarbeiter:
Prof. Dr. Wolfgang Seufert, Dr. Claudia Wilhelm

Publikationen:

  • Seufert, Wolfgang & Suckfüll, Monika (2006): Zeitverfügbarkeit und Zeitbewertung als Erklärungsfaktoren der individuellen Mediennutzung. In: Hagnah, Jörg & Meulemann, Heiner (Hrsg.), Sozialer Wandel und Mediennutzung in der Bundesrepublik Deutschland. Berlin: LIT Verlag, S. 77-98.
  • Seufert, Wolfgang & Ehrenberg, Maria (2007): Microeconomic Consumption Theory and Individual Media Use: Empirical Evidence from Germany. In: Journal of Media Business Studies, Vol. 4 (3), S. 21-39.
  • Seufert, Wolfgang & Wilhelm, Claudia (im Druck): Mediennutzung als Zeitallokation: Medienpräferenztypologien auf Basis der Zeitbudgetdaten der MA 05. In: Hagenah, Jörg & Meulemann, Heiner (Hrsg.), Alte und neue Medien – Zum Wandel der Medienpublika in Deutschland seit den 1950er Jahren. Berlin: LIT Verlag.



Politische Meta-Frames in der Berichterstattung und deren Wirkung im Zusammenspiel mit individuellen und kontextuellen Determinanten des Wahlverhaltens

Ein kommunikationswissenschaftlicher Mehr-Ebenen-Ansatz aus wahlübergreifender Perspektive

 

Gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Beschreibung:

Aus wahlübergreifender Perspektive untersucht das breit angelegte DFG-Projekt den Stellenwert und die Wirkung politischer Meta-Frames mittels einer Kombination aus inhaltsanalytischer Primärerhebung und Sekundäranalysen repräsentativer Wahlumfragen nebst zusätzlicher Datensätze. In theoretischer Hinsicht integriert das Projekt politikwissenschaftliche und kommunikationswissenschaftliche Ansätze. In methodisch-statischer Hinsicht zielt es auf Inhaltsanalysen, Statistical Matching und Mehr-Ebenen-Analysen.

 

DFG-Az.: SCHE 697/6-1
Dreijährige Sach- und Personalbeihilfe

 

Projektleiter:

Prof. Dr. Bertram Scheufele

 

Mitarbeiter:

Prof. Dr. Bertram Scheufele, Dr. Ines Engelmann

 



Gegenwart und Zukunft des lokalen und regionalen Fernsehens in Ostdeutschland


Gefördert durch:

Fünf ostdeutsche Landesrundfunkanstalten

 

Beschreibung:

Im Rahmen der von den fünf ostdeutschen Landesrundfunkanstalten in Auftrag gegebenen Studie wird zunächst eine Bestandsaufnahme der publizistischen Leistung und der wirtschaftlichen Lage der ostdeutschen privaten Lokal-TV-Anbieter durchgeführt. Ein Vergleich mit den lokalen und regionalen TV-Angeboten in den alten Bundesländern soll die Besonderheiten im Hinblick auf die Stellung des lokalen Fernsehens im Lokalmedienangebot und auf die Erlös- und Kostensituation herausarbeiten. Weiterhin werden potenzielle Auswirkungen der Digitalisierung der terrestrischen und Kabel-Verbreitung untersucht. Grundlage ist eine Meta-Analyse aktueller Studien der Landesmedienanstalten. Diese wird ergänzt um Experteninterviews mit Lokalanbietern in den fünf neuen Bundesländern.
Aufbauend auf dieser Analyse werden Optionen zur Weiterentwicklung des Rundfunkrechtes erarbeitet, mit denen unter Beachtung der verfassungsrechtlichen und subventionsrechtlichen Grenzen eine Stärkung des lokalen Fernsehens in Ostdeutschland erreicht werden kann. Dieser Teil des Projektes wird federführend vom Hans-Bredow-Institut Hamburg (Dr. Wolfgang Schulz) erarbeitet.

 

Projektleiter:

Prof. Dr. Wolfgang Seufert

 

Mitarbeiter:
Prof. Dr. Wolfgang Seufert, Florian Girwert (Hilfskraft), Andreas Waidosch (Hilfskraft), Wiebe Fölster (Hilfskraft)

Kooperation:
Dr. Wolfgang Schulz (Universität Greifswald)

Publikation:
Die Studie wird im Vistas Verlag publiziert.

 


 

Terrorismus - mediale Konstruktion und individuelle Interpretation

Ein friedenswissenschaftlicher Beitrag zur medien- und sozialwissenschaftlichen Analyse und Bewertung terroristischer Bedrohungen in Deutschland

 

Gefördert durch:

Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF)

 

Beschreibung:

Ein erstes Ziel des Projekts ist auf die Analyse und Bewertung terrorrelevanter medialer Berichterstattungen gerichtet. Durchgeführt werden komplexe medienwissenschaftliche Auswertungen von terrorrelevanten Berichterstattungen. Dabei werden mediale Zeitverlaufsdaten der Nachrichten von ARD, ZDF, RTL, Sat1, N-TV und Arte in Deutschland aufgezeichnet und über zwei Jahre (von 2007-2009) einer quantitativen und qualitativen Analyse unterzogen.

Ein zweites Ziel des Projekts bezieht sich auf das alltägliche Terrorverständnis und die alltäglichen Beschreibungen der deutschen Bevölkerung im Umgang mit dem modernen Terrorismus. Dazu werden 100 ausgewählte erwachsene deutsche Personen (im Hinblick auf Mediennutzungsverhalten, Alter, Geschlecht, Bildung und regionale Herkunft annähernd vergleichbar mit der Gesamtbevölkerung) im Verlaufe der Projektzeit zu drei Erhebungszeitpunkten wiederholt interviewt (Panel).

Um relevante soziale Umweltbedingungen von Terror und Terrorismus zu eruieren, haben die Bearbeiter inzwischen ein weiteres Projekt vorbereitet, mit dem u.a. das Unterstützungs- bzw. Ablehnungspotential terroristischer Aktivitäten durch die Bevölkerung und ausgewählte Gruppierungen untersucht werden soll. Den Kern dieser Analysen bilden drei repräsentative Bevölkerungsbefragungen, die in Deutschland während der nächsten zwei Jahre mit jeweils 1.000 Deutschen ab 16 Jahren (ohne Migrationshintergrund) und mit Vertretern der moslemischen Minderheiten (300 legal in Deutschland lebende Muslime ab 16 Jahren) durchgeführt werden.

 

Zweijährige Sach- und Personalbeihilfe

 

Projektleiter:

Prof. Dr. Wolfgang Frindte, Prof. Dr. Bertram Scheufele

 

Mitarbeiter:

Prof. Dr. Wolfgang Frindte, Prof. Dr. Bertram Scheufele, Dr. Nicole Haußecker, Dipl.-Psych. Jens Jirschitzka, Dipl.-Psych. Johannes Schneider