Dominik Daube und Janine Brill

Mehr Infektionsschutz durch Health-Nudging?

Janine Brill und Dominik Daube veröffentlichen erste Ergebnisse aus ihrer experimentellen Studie zum Händedesinfektionsverhalten an der Universität Jena.
Dominik Daube und Janine Brill
Foto: privat
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Meldung vom: 07. September 2020, 10:48 Uhr

Nudges, zu Deutsch Stupser oder Anstöße, sollen dabei helfen, erwünschte Entscheidungen schneller und leichter treffen zu können. Indem situative Umweltbedingungen beeinflusst und verändert werden, soll ein wünschenswertes Verhalten hervorgerufen werden. So wurden Nudges, wie Poster oder Fußspuren, auch bereits im Gesundheitskontext angewendet, beispielsweise um Personen zu einer gesünderen Ernährung oder zur sportlichen Betätigung zu motivieren.

Das Thema Hygiene, insbesondere die Händedesinfektion, hat in den vergangenen Monaten an Relevanz gewonnen. Im Angesicht der aktuellen Corona-Pandemie und den derzeit wieder steigenden Infektionszahlen in Deutschland sind Maßnahmen, die Personen vor einer Erkrankung an COVID-19 schützen, umso wichtiger geworden. Doch nicht nur in Zeiten einer Pandemie, sondern beispielsweise auch in den Wintermonaten, in denen sich Grippeviren stark und schnell verbreiten, sind derartige Maßnahmen relevant. Insbesondere in öffentlichen Einrichtungen, wie Universitäten, Restaurants oder im Einzelhandel, in denen viel potenzieller (Hände-)Kontakt zwischen Personen aus unterschiedlichen Haushalten besteht, sollten Hygienemaßnahmen bestmöglich umgesetzt werden, um mögliche Virusinfektionen zu vermeiden.

Im Rahmen eines Experiments haben Janine Brill (Universität Erfurt) und Dominik Daube (Friedrich-Schiller-Universität Jena) untersucht, ob sich die Gäste in den Jenaer Universitäts-Mensen und Cafeterien durch die Anwendung unterschiedlicher Nudging-Strategien während der Grippezeit (Dezember 2019 bis Januar 2020) zu einer häufigeren Nutzung von Desinfektionsmittelspendern motivieren lassen.

Hier gibt es den Bericht zur Studie zum Download [pdf, 311 kb]

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