Rothmund Forschung

Forschung

Rothmund Forschung

Forschungsthemen

Mobilisierung, Radikalisierung und Fragmentierung in digitalen Umwelten

Soziale Netzwerke und digitale Kommunikationsräume werden zunehmend zum Austausch über politische Themen und Inhalte genutzt. Diese Entwicklung ist von Hoffnungen und Ängsten begleitet. Hoffnungen liegen auf einer Demokratisierung politischer Diskurse, indem die Verbreitung politischer Nachrichten, die Formierung von politischen Interessengruppen und allgemein die politische Teilhabe erleichtert werden. Ängste werden durch eine erhöhte Gefahr manipulativer Meinungssteuerung, die zunehmende Fragmentierung von Netzöffentlichkeiten oder eine Verrohung politischer Diskurse begründet. In unserer Forschung zielen wir darauf ab, psychologische Rahmenbedingungen zu identifizieren unter denen sich positive und negative Konsequenzen der politischen Kommunikation in digitalen Umwelten realisieren.

  • Rothmund, T., Stavrova, O., & Schlösser, T. (2017). Justice Concerns can feed Nationalistic Concerns and impede Solidarity in the Euro Crisis - How Victim Sensitivity translates into Political Attitudes. Social Justice Research, 30(1), 48-71. doi:10.1007/s11211-017-0280-7.

  • Rothmund, T., & Otto, L. (2016). The changing role of media use in political participation. Journal of Media Psychology. 28, 97-99. doi:10.1027/1864-1105/a000204.

  • Rothmund, T., Baumert, A., & Zinkernagel, A. (2014). The German Wutbürger How Justice Sensitivity Accounts for Individual Differences in Political Engagement. Social Justice Research. 27(1), 24-44, doi:10.1007/s11211-014-0202-x.

Struktur, Stabilität und gerechtigkeitspsychologische Grundlagen politischer Ideologien

Aus einer psychologischen Perspektive können politische Ideologien als sozial geteilte Überzeugungssysteme verstanden werden, die normative Annahmen über die Struktur und Ordnung von gesellschaftlichen Prozessen enthalten. In unserer Forschung zielen wir darauf ab, die intraindividuelle Struktur von politischen Ideologien sowie deren Stabilität über die Zeit empirisch zu untersuchen. Ein zweiter Fokus liegt auf der Frage inwiefern interindividuelle Unterschiede in der Sensibilität für Ungerechtigkeit im Zusammenhang stehen mit der Struktur politischer Überzeugungen.

  • Azevedo, F., Jost, J. T., Rothmund, T., & Sterling, J. (2019). Neoliberal ideology and the justification of inequality in capitalist societies: Why social and economic dimensions of ideology are intertwined. Journal of Social Issues 75(1), 49-88. https://doi.org/10.1111/josi.12310

  • Womick, J., Rothmund, T., Azevedo, F, King, L. & Jost, J. (2018). Group-Based Dominance and Authoritarian Aggression Predict Support for Donald Trump in the 2016 U.S. Presidential Election. Social Psychology and Personality Science, published online: https://doi.org/10.1177/1948550618778290.

  • Baumert, A., Halmburger, A., Rothmund, T., & Schemer, C. (2017). Every day dynamics in generalized social and political trust. Journal of Research in Personality, 69, 44-54. doi:10.1016/j.jrp.2016.04.006.

  • Rothmund, T., Becker, J., & Jost, J. T. (2016). The Psychology of Social Justice in Political Thought and Action. In C. Sabbagh & M. Schmitt. Handbook of Social Justice Theory and Research (p. 275-293). Springer: New York.

  • Rothmund, T., & Arzheimer, K. (2015). Politische Ideologien. In S. Zmerli & O. Feldman: Politische Psychologie. Handbuch für Studium und Wissenschaft. Baden-Baden: Nomos, 123-143.

Motivierte Verarbeitung von politischen Falschinformationen und wissenschaftlicher Evidenz.

Menschen selektieren, bewerten und erinnern Informationen vor dem Hintergrund individueller Ziele, Bedürfnisse oder motivationaler Zustände tendenziell so, dass sie zu Schlussfolgerungen kommen, die im Einklang mit ihren Motivlagen stehen. Ausgehend von diesem sozialpsychologischen Phänomen (motivated cognition) untersuchen wir personale und soziale Rahmenbedingungen unter denen politische Falschinformationen (nicht) erkannt werden und wissenschaftliche Evidenz (nicht) akzeptiert wird.

  • Rothmund, T., Gollwitzer, M., Nauroth, P., & Bender, J. (2017). Motivierte Wissenschaftsrezeption. Psychologische Rundschau, 68, 193-197, doi:10.1026/0033-3042/a000364.

  • Nauroth, P., Gollwitzer, M., Kozuchowski, H., Bender, J., & Rothmund, T. (2016). The effects of social identity threat and social identity, affirmation on laypersons perception of scientists. Public Understanding of Science. 26(7), 754770. doi:10.1177/0963662516631289.

  • Bender, J., Rothmund, T., Nauroth, P., & Gollwitzer, M. (2016). How Moral Threat Shapes Laypersons Engagement with Science. Personality and Social Psychology Bulletin, 42(12), 1723-1735. doi:10.1177/0146167216671518.

Laufende Drittmittelprojekte

Forschungsinitiative RLP: Politische Online-Diskurse (2018-2020) Inhalt einblenden

Zur Identifikation struktureller, dynamischer und motivationaler Prozesse im Kontext politischer Online-Diskurse

Die zunehmende Digitalisierung von Kommunikationsprozessen verändert sowohl die Struktur als auch die Inhalte und Dynamiken von politischen Diskursen. Im Rahmen der Forschungsinitiative e-democracy untersuchen wir in ausgewählten Kommunikationskontexten (bspw. Flüchtlingskrise, Bundestagswahl 2017) politische Online-Diskurse in sozialen Medien. Mittels quantitativer empirischer Forschungsmethoden soll dabei zum Verständnis spezifischer Strukturen und Dynamiken der Kommunikationsprozesse beigetragen werden. Darüber hinaus wollen wir die kognitiven und motivationalen Grundlagen dieser Prozesse beschreiben und erklären.

  • Stier, S., Bleier, A., Bonart, M., Mörsheim, F., Bohlouli, M., Nizhegorodov, M., Posch, L., Maier, J., Rothmund, T., & Staab, S. (2018). Systematically Monitoring Social Media: The Case of the German Federal Election 2017. GESIS Papers 2018|04. https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/56149.

Projektleiter: Tobias Rothmund, Stephan Winter

Doktorand: Dominic Burghartswieser

Laufzeit: Januar 2018 Dezember 2020

Drittmittelgeber: Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz (Förderung des Forschungsschwerpunkts e-democracy, an der Universität Koblenz-Landau, http://west.uni-koblenz.de/de/research/e-democracy)

EU-Projekt: Verfahrensgerechtigkeit, öffentliche Kommunikation und Lärmbelästigung (2018-2021) Inhalt einblenden

Als Teil eines Konsortiums untersucht das Deutsche Luft- und Raumfahrtinstitut im EU-Projekt Aviation Noise Impact Management through novel Approaches (ANIMA, https://anima-project.eu/) neue Methoden und Ansätze um die von Flughafenanwohnern wahrgenommene Belästigung durch Fluglärm zu verringern. Im vorliegenden Teilprojekt geht es spezifisch um die Frage inwiefern die Implementation von Prinzipien der Verfahrensgerechtigkeit das Vertrauen in Flughafenbetreiber verstärkt und damit die subjektiv wahrgenommene Belästigung durch Fluglärm verringert werden kann.

Projektname: Verfahrensgerechtigkeit, öffentliche Kommunikation und Lärmbelästigung

Projektleiter: Uwe Müller

Doktorand: Dominik Hauptvogel (externe Betreuung der Dissertation durch Tobias Rothmund)

Laufzeit: September 2018 August 2021

Drittmittelgeber: Europäische Kommission // Horizon 2020

Forschungsinitiative RLP: Strukturanalytische Untersuchungen politischer Dispositionen (2017-2019) Inhalt einblenden

Strukturanalytische Untersuchungen politischer Dispositionen - zum besseren Verständnis von Politischem Misstrauen und Populismus

Bürger unterscheiden sich in ihren relativ stabilen Überzeugungen und Einstellungen gegenüber dem politischen System, seinen Institutionen und der eigenen Rolle im politischen Prozess (politische Dispositionen). In diesem Projekt geht es darum, die psychologische Bedeutung von politischem Vertrauen als generalisierte Einstellung gegenüber der Politik im Kontext anderer politischer Dispositionen zu untersuchen. Analog zu den Big Five der Persönlichkeit wird zunächst mittels faktoren- und clusteranalytischer Analysemethoden versucht übergreifende Faktoren oder Strukturen politischer Dispositionen zu identifizieren. In einem zweiten Schritt werden theoriegeleitete Zusammenhänge zwischen diesen Faktoren und allgemeineren Persönlichkeitsmerkmalen sowie politischen Überzeugungen (besonders populistische Überzeugungen und Verschwörungsmentalität) analysiert. Dabei soll auch die Rolle selektiver Mediennutzung und -rezeption als vermittelnder Mechanismus zwischen Persönlichkeit und der Entwicklung von Einstellungsstrukturen untersucht werden.

Projektleiter: Tobias Rothmund

Doktorand: Laurits Bromme

Laufzeit: Januar 2017 Dezember 2019

Drittmittelgeber: Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz (Förderung des Forschungsschwerpunkts Kommunikation, Medien, Politik, KoMePol an der Universität Koblenz-Landau, https://www.uni-koblenz-landau.de/de/komepol)

Abgeschlossene Drittmittelprojekte

DFG-Projekt: Motivierte Verarbeitung wissenschaftlicher Evidenz II (2013-2016) Inhalt einblenden

Motivierte Verzerrungen bei der Rezeption empirischer Forschungsbefunde (II): Mechanismen und Konsequenzen

In der zweiten Förderphase wurde untersucht, (1) ob sich die Befunde der ersten Förderphase auch auf andere Anwendungsgebiete übertragen lassen (z.B. auf die Debatte über genmanipulierte Nahrungsmittel oder die Wirksamkeit von Psychotherapie), (2) was die zugrundeliegenden psychologischen Prozesse sind, mit denen man die Befunde erklären kann und (3) welche Verhaltenskonsequenzen sich daraus ergeben. In Bezug auf die zugrundeliegenden psychologischen Prozesse wurde untersucht, ob die negative Bewertung von für bestimmte Gruppen bedrohlichen Forschungsbefunden darauf zurückgeführt werden kann, dass hochidentifizierte Gruppenmitglieder solche Befunde anders lesen als niedrigidentifizierte Gruppenmitglieder. Beispielweise könnten hochidentifizierte Gruppenmitglieder stärker nach Fehlern in Studien suchen als niedrigidentifizierte Gruppenmitglieder. Als mögliche zugrundeliegende Motivation hinter den Effekten einer Bedrohung moralischer Überzeugungen wird untersucht, ob Personen das Ziel haben, die moralische Ordnung in der Gesellschaft oder ihr Selbstbild als guter und moralischer Mensch aufrechtzuerhalten.

Eine weitere interessante Fragestellung ist, welche konkreten Verhaltenskonsequenzen sich aus den gefundenen Effekten ergeben. So soll beispielsweise untersucht werden, ob Shitstorms im Internet die Konsequenz einer bedrohten Gruppenzugehörigkeit sein können. Weiterhin soll untersucht werden, ob Personen nach der Bedrohung einer moralischen Überzeugung die Kommunikation über Forschungsbefunde im Internet nutzen, um andere Personen davon zu überzeugen, dass die moralische Überzeugung wichtig ist und geschützt werden sollte.

  • Rothmund, T., Gollwitzer, M., Nauroth, P., & Bender, J. (2017). Motivierte Wissenschaftsrezeption. Psychologische Rundschau, 68, 193-197, https://doi.org/10.1026/0033-3042/a000364. Baumert, A., Halmburger, A., Rothmund, T., & Schemer, C. (2017). Every-day dynamics in generalized social and political trust. Journal of Research in Personality, 69, 44-54. doi:10.1016/j.jrp.2016.04.006.

  • Bender, J., Rothmund, T., Nauroth, P., & Gollwitzer, M. (2016). How Moral Threat Shapes Laypersons Engagement with Science. Personality and Social Psychology Bulletin, 42(12), 1723-1735. doi:10.1177/0146167216671518.

  • Nauroth, P., Gollwitzer, M., Kozuchowski, H., Bender, J., & Rothmund, T. (2016). The effects of social identity threat and social identity, affirmation on laypersons perception of scientists. Public Understanding of Science. 26(7), 754770. doi:10.1177/0963662516631289.

Projektleiter: Tobias Rothmund, Mario Gollwitzer

Mitarbeiter: Jens Bender, Peter Nauroth

Laufzeit: Oktober 2013 April 2016

Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Schwerpunktprogramm Wissenschaft und Öffentlichkeit (http://wissenschaftundoeffentlichkeit.de/)

Forschungsinitiative RLP: Moralisches Fehlverhalten von Politikern (2012-2016) Inhalt einblenden

Moralisches Fehlverhalten von Politikern Zum Einfluss auf soziales Vertrauen und bürgerliche Partizipation

In diesem Projekt stand die Frage im Vordergrund wie sich politische Skandale auf das Vertrauen in die Person des betroffenen Politikers bzw. der betroffenen Politikerin auswirken und inwiefern dieser Vertrauensverlust auf andere PolitikerInnen und das Vertrauen in das politische System generalisiert. Hierzu wurde ein Messinstrument entwickelt mit dem sowohl Vertrauen in eine(n) konkrete(n) Politiker(in) als auch Vertrauen in PolitikerInnen im Allgemeinen erfasst werden konnte. Außerdem wurde der Bestrafungswunsch als Reaktion auf die Normverletzung durch eine PolitikerIn untersucht. In weiteren Teilstudien wurde die Stabilität von Vertrauen in PolitikerInnen über die Zeit untersucht.

  • Halmburger, A., Rothmund, T., Baumert, A., & Maier, J. (2018) Trust in Politicians   Understanding and Measuring the Perceived Trustworthiness of Specific Politicians and Politicians in General as Multidimensional Constructs. In E. Bytzek, U. Rosar, & M. Steinbrecher: Wahrnehmung - Persönlichkeit - Einstellungen. Psychologische Theorien und Methoden in der Wahl- und Einstellungsforschung, Wiesbaden: Springer VS.

  • Baumert, A., Halmburger, A., Rothmund, T., & Schemer, C. (2017). Every-day dynamics in generalized social and political trust. Journal of Research in Personality, 69, 44-54. doi:10.1016/j.jrp.2016.04.006.

  • Rothmund, T., Stavrova, O., & Schlösser, T. (2017). Justice Concerns can feed Nationalistic Concerns and impede Solidarity in the Euro Crisis - How Victim Sensitivity translates into Political Attitudes. Social Justice Research, 30(1), 48-71. doi:10.1007/s11211-017-0280-7.

  • Yudkin, D., Rothmund, T., Twardawski, M., Thalla, N., & van Bavel, D. (2016). Reflexive intergroup bias in third-party punishment. Journal of Experimental Psychology: General, 145, 1448-1459. doi:10.1037/xge0000190.

  • Grimm, R., Maier, M. & Rothmund, T. (2015). Vertrauen. Ein interdisziplinäres Referenzmodell. Datenschutz und Datensicherheit, 39(5), 283-288, doi:10.1007/s11623-015-0414-8x.

  • Halmburger, A., Rothmund, T., Schulte, M., & Baumert, A. (2012). Psychological Reactions to Political Scandals: Effects on Emotions, Trust and the Need for Punishment. Politische Psychologie - Journal of Political Psychology, 12-02, 30-51.

  • Rothmund, T., Gollwitzer, M., Baumert, A, & Schmitt, M. (2013). The Psychological Functions of Justice in Mass Media. In R. Tamborini (Ed.), Media and the Moral Mind (p. 170-197). Routledge.

ProjektleiterInnen: Tobias Rothmund, Anna Baumert

Mitarbeiterin: Anna Halmburger

Laufzeit: Januar 2012 Dezember 2015

Drittmittelgeber: Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz (Förderung des Forschungsschwerpunkts Kommunikation, Medien, Politik, KoMePol an der Universität Koblenz-Landau, https://www.uni-koblenz-landau.de/de/komepol)

DFG-Projekt: Motivierte Verarbeitung wissenschaftlicher Evidenz I (2011-2013) Inhalt einblenden

Motivierte Verzerrungen bei der Rezeption empirischer Forschungsbefunde: Die Rolle von sozialer Identität und moralischen Wertüberzeugungen

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde der Umgang wissenschaftlicher Laien mit Forschungsbefunden aus einer sozialpsychologischen Perspektive untersucht. Die Studien zielten darauf ab, das Verhalten von Laien im Umgang mit Forschungsbefunden besser zu verstehen. Dabei lag ein besonderer Fokus auf psychologischen Phänomenen, die im Kontext einer zunehmenden Rezeption wissenschaftlicher Informationen im Internet und einer zunehmend dichteren Kommunikation über Forschung in virtuellen Diskussionsforen, Blogs und sozialen Netzwerken als neuartig betrachtet werden müssen. Den von uns durchgeführten Studien liegt die gemeinsame Frage zugrunde, inwiefern der Schutz persönlicher oder sozialer Überzeugungen oder Motive im Sinne einer Defensivmotivation einen forschungskritischen Rezeptions- und Kommunikationsstil begünstigt. Wir konnten bei Personen, die sich (a) von einem Forschungsprogramm in ihrer sozialen Identität bedroht fühlen oder (b) für die ein bestimmtes wissenschaftlich zu erforschendes Thema eine moralische Wertebedrohung impliziert, jeweils eine motivierte Verzerrung im Umgang mit wissenschaftlichen Informationen nachweisen.

  • Rothmund, T., Bender, J., Nauroth, P., Gollwitzer, M. (2015). Public concerns about violent video games are moral concerns - How moral threat can make pacifists susceptible to scientific and political claims against violent video games. European Journal of Social Psychology, 45(6), 769-783, doi:10.1002/ejsp.2125.

  • Nauroth, P, Gollwitzer, M., Bender, J., Rothmund, T. (2015). Social Identity Threat Motivates Science-Discrediting Online Comments. PLoS ONE 10(2): e0117476. doi:10.1371/journal.pone.0117476.

  • Maier, M., Rothmund, T., Retzbach, A., Otto, L., & Besley, J. (2014). Informal Learning Through Science Media Usage. Educational Psychologist., 49(2), 86-103, doi:10.1080/00461520.2014.916215.

  • Nauroth, P., Gollwitzer, M., Bender, J., & Rothmund, T. (2014). Gamers against Science. The Case of the Violent Video Games Debate. European Journal of Social Psychology, 44(2), 104-116, doi:10.1002/ejsp.1998.

  • Gollwitzer, M., Rothmund, T., Klimmt, C., Nauroth, J., & Bender, J. (2014). Gründe und Konsequenzen einer verzerrten Darstellung und Wahrnehmung sozialwissenschaftlicher Forschungsbefunde: Das Beispiel der Killerspiele-Debatte. In R. Bromme & M. Prenzel (Hrsg.), Von der Forschung zur evidenzbasierten Entscheidung: Die Darstellung und das öffentliche Verständnis der empirischen Bildungsforschung. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 17(4), 101-117. Wiesbaden: VS Springer.

  • Nauroth, P., Bender, J., Rothmund, T., & Gollwitzer, M. (2014). Die "Killerspiel"-Diskussion. Wie die Forschung zur Wirkung gewalthaltiger Medien in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. In T. Porsch & S. Pieschl (Hrsg.), Neue Medien und deren Schatten. Mediennutzung, Medienwirkung und Medienkompetenz. Hogrefe.

Projektleiter: Tobias Rothmund, Mario Gollwitzer

Mitarbeiter: Jens Bender, Peter Nauroth

Laufzeit: Oktober 2011 September 2013

Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Schwerpunktprogramm Wissenschaft und Öffentlichkeit (http://wissenschaftundoeffentlichkeit.de/)

VW-Projekt: Improving the Media Relations of Social Science Research (2009-2013) Inhalt einblenden

Improving the Media Relations of Social Science Research: The Case of the Violent Video Games Debate

The goal of the project was to investigate and ultimately improve communication between social sciences, the media and the public through systematic empirical research and practical intervention strategies. The debate about violent video games (VVG) served as a contemporary example to study this complex relation.

We analyzed the triangular relation between the three stakeholders, social sciences media public, with a multi-method cross-national research approach. Our research program consisted of a qualitative and quantitative content analysis, a comparative survey of social scientists and journalists as well as a survey of the general audience. All studies were conducted in Germany and the U.S., allowing international comparisons. Research results provided us with broad insights about (social) science-with-public communication (in case of the VVG debate).

The empirical work conducted within the project built the foundation for an improvement intervention in form of a one-day workshop with journalist trainees. A systematic evaluation attested the effectiveness of the workshop with regard to the journalists understanding and handling of social scientific source material. At the same time, however, it pointed at the necessity for long term solutions and integrated improvement strategies to gain sustainable effects.

  • Klimmt, C., Sowka, A., Sjöström, A., Ditrich, L., Gollwitzer, M. & Rothmund, T. (2016). Wie Journalisten mit sozialwissenschaftlicher Evidenz umgehen: Erkenntnisse aus einem Workshop. In G. Ruhrmann, S. H. Kessler & L. Guenther (Hrsg.), Wissenschaftskommunikation zwischen Risiko und (Un-)Sicherheit (S. 75-90). Köln: Halem.

  • Sjöström, A., Sowka, A., Gollwitzer, M., Klimmt, C., & Rothmund, T. (2013). Exploring Audience Judgments of Social Science in Media Discourse: The Case of the Violent Video Games Debate. Journal of Media Psychology, 25(1), 27-38.

  • Gollwitzer, M., Rothmund, T., & Sjöström, A. (2010). Psychologische Forschung zur Wirkung gewalthaltiger Videospiele. Ein Überblick. In-Mind, 4/2010,www.in-mind.org.

Projektleiter: Mario Gollwitzer, Christoph Klimmt, Tobias Rothmund

MitarbeiterInnen: Arne Sjöström, Alexandra Sowka

Laufzeit: Oktober 2009 März 2013

Drittmittelgeber: Volkswagen-Stiftung

DFG-Projekt: Rezeption und Wirkung gewalthaltiger Computerspiele (2006-2009) Inhalt einblenden

Rezeption und Wirkung gewalthaltiger Computerspiele: Förderung antisozialer Verhaltensbereitschaften durch die Aktivierung eines mean world-Schemas

Das Forschungsprojekt zielte darauf, ein besseres theoretisches Verständnis für die in der sozial- und medienpsychologischen Forschung ermittelten Wirkungen gewalthaltiger Computerspiele auf feindselige bzw. antisoziale Kognitionen und unerwünschte soziale Verhaltensneigungen zu gewinnen.

Es wurde ein sozial- und medienpsychologisch fundiertes Wirkungsmodell entwickelt, dem zufolge gewalthaltige Videospiele bei Rezipientinnen bzw. Rezipienten, bei denen eine dispositionelle Sensitivität für feindselige Hinweisreize (ursprünglich mean world cues; inzwischen einfacher meanness cues) vorliegt, ein mean world-Schema (inzwischen suspicious mindset) aktivieren zu können. Bei diesem Mindset handelt es sich um ein Wahrnehmungs- und Interpretationsschema, das zum einen aus feindseligen Attributionsvoreingenommenheiten, einer Haltung des Misstrauens sowie aus Erwartungen egoistischen, rücksichtslosen Handelns anderer besteht, zum anderen auch als Legitimation für eigenes antisoziales (egoistisches, unmoralisches) Handeln dient und als solches strategisch eingesetzt werden kann. Es wurde ferner erwartet, dass die antisozialen Effekte gewalthaltiger Computerspiele durch medienbezogene Variablen (Medienkompetenz; vgl. Groeben, 2004) moderiert werden. Das Projekt leistete somit eine systematische Integration medien- und sozialpsychologischer Konzepte.

  • Rothmund, T., Gollwitzer, M.., Bender, J., & Klimmt, C. (2015). Short- and Long-Term Effects of Video Game Violence on Interpersonal Trust. Media Psychology, 18(1), 106-133, doi:10.1080/15213269.2013.841526.

  • Bender, J., Rothmund, T., & Gollwitzer, M. (2013). Biased Estimation of Violent Video Games Effects on Aggression: Contributing Factors and Boundary Conditions. Societies, 3, 383-398.

  • Gollwitzer, M., Rothmund, T., Alt, B., & Jekel, M. (2012). Victim Sensitivity and the Accuracy of Social Judgement. Personality and Social Psychology Bulletin, 38(8), 975-984.

  • Rothmund, T. & Gollwitzer, M. (2012). Digitale Spiele und prosoziales Verhalten. In L. Reinecke & S. Trepte (Hrsg.), Unterhaltung in Neuen Medien (S. 326-343). Köln: Halem.

  • Gollwitzer, M. & Rothmund, T. (2011). What Exactly Are Victim-Sensitive Persons Sensitive To? Journal of Research in Personality, 45(5), 448455.

  • Rothmund, T., Gollwitzer, M. & Klimmt, C. (2011). Of Virtual Victims and Victimized Virtues: Differential Effects of Experienced Aggression in Video Games on Social Cooperation. Personality and Social Psychology Bulletin, 37(1), 107-119.

  • Hefner, D., Rothmund, T., Gollwitzer, M., & Klimmt, C. (2011). Implicit Measures and Media Effects Research: Challenges and Opportunities. Communication Methods and Measures, 5(3), 181-202.

  • Rothmund, T. & Klimmt, C. (2010). Kämpfen und Killen in Computerspielen: Ergebnisse der Medienwirkungsforschung und Folgerungen für die Gewaltprävention. In H. Lange & T. Leffler (Hrsg.), Kämpfen-Lernen als Gelegenheit zur Gewaltprävention. Interdisziplinäre Analysen zu den Problemen der Gewaltthematik und den präventiven Möglichkeiten des Kämpfen-lernens (S. 77-92). Würzburg: Sports Media.

  • Gollwitzer, M., Rothmund, T., Pfeiffer, A. & Ensenbach, C. (2009). Why and When Justice Sensitivity Leads to Pro- and Antisocial Behavior. Journal of Research in Personality, 43(6), 999-1005.

  • Gollwitzer, M. & Rothmund, T. (2009). When the need to trust results in unethical behavior: The Sensitivity to Mean Intentions (SeMI) model. In D. De Cremer (Ed.), Psychological perspectives on unethical behavior and decision making (pp. 135-152). Charlotte, NC: Information Age.

Projektleiter: Mario Gollwitzer, Christoph Klimmt

Mitarbeiter: Tobias Rothmund

Laufzeit: Oktober 2006 Dezember 2009

Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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